{"id":250,"date":"2022-06-11T14:53:18","date_gmt":"2022-06-11T14:53:18","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.dramatikerinnenfestival.at\/2018\/?p=250"},"modified":"2023-04-27T18:19:45","modified_gmt":"2023-04-27T18:19:45","slug":"finstergewaechs-das-verstehen-eines-fiebertraums","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.dramatikerinnenfestival.at\/2018\/blog\/2022\/06\/11\/finstergewaechs-das-verstehen-eines-fiebertraums\/","title":{"rendered":"FINSTERGEW\u00c4CHS- DAS VERSTEHEN EINES FIEBERTRAUMS"},"content":{"rendered":"\n<p>Tr\u00e4ume. Die Ebene, das unz\u00e4hlige Male erforscht wurde und sich dennoch immer wieder dem vollst\u00e4ndigen Verst\u00e4ndnis entzieht. Aber es dreht sich nicht nur um diese Ebene, sondern auch ihre B\u00fchne: die Finsternis. Es ist der Ort, an dem alle Grenzen aufgehoben sind, wo die Verworrenheit an oberster Stelle steht. Doch sollten wir uns vor dem Unbekannten f\u00fcrchten oder lernen, es zu<br>erforschen?<br><\/p>\n\n\n\n<p>Mit dieser Denkweise wechseln das Objekttheaterkollektiv Spitzwegerich und Natascha Gangl in ihrem neusten Projekt \u201eFinstergew\u00e4chs\u201c vom Fassbaren ins Abstrakte. Voller provokativer Ausl\u00f6ser fokussiert sich das St\u00fcck nur auf eines: ein einzigartiges und faszinierendes Erlebnis. Von Fragen, die Paranoia hervorrufen, surrealer Verwendung von Sch\u00e4deln und Aug\u00e4pfeln bis hin zu<br>bewusstseinsver\u00e4ndernden Klanglandschaften bietet das St\u00fcck die M\u00f6glichkeit, sich den Kl\u00e4ngen, den Gedanken und Visualisierungen zu stellen, die unsere Urangst vor Finsternis und dem verbundenen Kontrollverlust in Frage stellen.<br>Diese faszinierende Dias durch Irrationalit\u00e4t werden von Natascha Gangl, Birgit Kellner, Maja Osojnik und Manfred Engelmayr gekonnt angeleitet, w\u00e4hrend sie sich mit dem von ihnen dargestellten Fiebertraum verwandeln. Insbesondere sind es Kellners Illustrationen und Osojniks Stimme, die beim Publikum Verwirrung und Unruhe hervorrufen und ihre Sinne auf die Probe stellen.<br>Dies wird noch verst\u00e4rkt durch das B\u00fchnen- und Lichtdesign, durch das Christian Schlechter und Felix Huber die Performer mit der B\u00fchne verschmelzen lassen, was ihnen die Freiheit gibt, nahezu alterslos zu sein. Der beengte Raum und die gro\u00dfe Menge an Requisiten, die auf der B\u00fchne zu sehen<br>sind, verengen den Fokus des Publikums und wecken ein interessantes, aber nachvollziehbares Unbehagen. Diese \u00fcppigen visuellen Elemente machen das St\u00fcck unvergesslich, allerdings auf Kosten einer intimeren Erforschung des gew\u00e4hlten Themas, die die h\u00f6rbaren Elemente alleine erreicht<br>h\u00e4tten. Das St\u00fcck reicht tief in das Unerwartete und hinterfragt eine Verbindung zwischen der Vergangenheit eines Tages und der unbekannten Zukunft eines anderen, w\u00e4hrend die B\u00fchne langsam wieder in die Finsternis \u00fcbergeht, wo eine andere Verbindung neu beginnen kann. Obwohl bestimmte Elemente davon selbst verborgen sein sollten, bietet das St\u00fcck dennoch ein unvergessliches Abenteuer durch die Verb\u00fcndeten des menschlichen Geistes, wenn es mit etwas Unbekanntem konfrontiert wird.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Milan Vidovic<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"682\" src=\"https:\/\/blog.dramatikerinnenfestival.at\/2018\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/df22_finstergewaechse_c-rappel-022-1024x682.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-257\" srcset=\"https:\/\/blog.dramatikerinnenfestival.at\/2018\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/df22_finstergewaechse_c-rappel-022-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/blog.dramatikerinnenfestival.at\/2018\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/df22_finstergewaechse_c-rappel-022-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.dramatikerinnenfestival.at\/2018\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/df22_finstergewaechse_c-rappel-022-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.dramatikerinnenfestival.at\/2018\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/df22_finstergewaechse_c-rappel-022-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/blog.dramatikerinnenfestival.at\/2018\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/df22_finstergewaechse_c-rappel-022-450x300.jpg 450w, https:\/\/blog.dramatikerinnenfestival.at\/2018\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/df22_finstergewaechse_c-rappel-022.jpg 1772w\" sizes=\"(max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><figcaption>(c) Wolfgang Rappel<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tr\u00e4ume. 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