{"id":226,"date":"2022-06-10T08:05:56","date_gmt":"2022-06-10T08:05:56","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.dramatikerinnenfestival.at\/2018\/?p=226"},"modified":"2022-06-10T14:34:50","modified_gmt":"2022-06-10T14:34:50","slug":"wie-beschreibt-man-am-besten-dieses-gefuehl%ef%bf%bc","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.dramatikerinnenfestival.at\/2018\/blog\/2022\/06\/10\/wie-beschreibt-man-am-besten-dieses-gefuehl%ef%bf%bc\/","title":{"rendered":"Wie beschreibt man am besten dieses Gef\u00fchl?"},"content":{"rendered":"\n<p>In dem St\u00fcck \u201epiece for drumset and powerpoint\u201d nimmt Max Smirzitz die Zuschauenden mit auf eine Reise durch seine eigenen Gedanken. Er l\u00e4sst sie das Gesprochene lesen und das Gespielte h\u00f6ren und stellt die Frage wie man am besten Gef\u00fchle ausdr\u00fccken kann, die vielschichtiger sind, als eine einfache Emotion. Damit beschert er den Zuschauer:innen ein intensives Erlebnis, welches durch Musik, Schlagzeug und die visuellen Eindr\u00fccke einer PowerPoint-Pr\u00e4sentation vermittelt wird.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Noch bevor das St\u00fcck anf\u00e4ngt, werden allen Zuschauenden bei der Ticketkontrolle Oropax mit auf den Weg gegeben. Den Rat, diese zu nutzen, zu befolgen ist klug. Denn die Vorstellung wird laut. Zum Teil wird sie auch grell, aber vor allem laut. Zun\u00e4chst jedoch kommt man in einen Raum, der haupts\u00e4chlich durch eine riesige Projektion des Titels durch einen Beamer auf wei\u00dfen Hintergrund erleuchtet wird. Es ist nicht vorgesehen, dass man auf St\u00fchlen sitzt, sondern am Boden. Alternativ kann man sich auch gleich hinlegen, um so dieses St\u00fcck zu erfahren. Die Pr\u00e4sentation ist komplett in schwarz-wei\u00df gehalten und zeigt einen Text, den der K\u00fcnstler selbst im Ich-Erz\u00e4hler Stil geschrieben hat. Sie erh\u00e4lt ihre Dynamik vom Tempo des Schlagzeugs und mal wird dem Text Zeit gelassen, Silbe f\u00fcr Silbe auf der Leinwand einzutrudeln bis die komplette Bildfl\u00e4che voll ist, mal aber rauschen die Worte auch einzeln mit einer so hohen Geschwindigkeit vor\u00fcber, dass man sich kaum sicher sein kann, was man gerade gelesen hat. Man sollte sicher sein in der englischen Sprache, um bei diesem Tempo mitlesen zu k\u00f6nnen und wird dadurch dann mit sprunghaften Gedanken konfrontiert. Es wirkt als h\u00e4tte der K\u00fcnstler auf der Suche nach einer ad\u00e4quaten Beschreibung eines komplexen Gef\u00fchls alles aufgeschrieben was ihm in den Kopf gegangen ist, ganz ohne Filter. Das macht das Mitlesen zum Teil etwas anstrengend und streckenweise \u00fcberfordernd. Aber dadurch wird es auch unm\u00f6glich gemacht sich dem St\u00fcck zu entziehen. F\u00fcr die Gedanken auf der Pr\u00e4sentation, wird sich in Form von Gesprochenen Audio-Aufnahmen und Zitaten, aber auch immer wieder Input geholt. Begleitet wird dies vom K\u00fcnstler am Schlagzeug, wobei die Beats zum Teil perfekt mit dem Erscheinen der Silben \u00fcbereinstimmen, oder aber eine Dissonanz erzeugen. Dann scheint es nicht so als w\u00fcrde das Schlagzeug die Pr\u00e4sentation halten, sondern als w\u00fcrde es mit ihr kommunizieren. Man wird in diesem St\u00fcck eingeladen und begleitet in den Kopf des K\u00fcnstlers, dessen Gedanken manchmal rasen und manchmal still stehen, auf der Suche nach der perfekten ausdruckweise f\u00fcr Gef\u00fchl, dass sich durch Worte nicht recht beschreiben, sich aber durch die Musik f\u00fchlen l\u00e4sst. Es bleibt zwar individuell ob und in welcher Musik man sich selbst wiederfindet, aber sich auf diese intensive und intime Suche des K\u00fcnstlers einzulassen ist ohnehin eine bereichernde Erfahrung.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Aiga Alrun Adler<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/blog.dramatikerinnenfestival.at\/2018\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/df22_piece-for-drumset_c-rappel-19-1024x682.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-233\" width=\"1024\" height=\"682\" srcset=\"https:\/\/blog.dramatikerinnenfestival.at\/2018\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/df22_piece-for-drumset_c-rappel-19-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/blog.dramatikerinnenfestival.at\/2018\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/df22_piece-for-drumset_c-rappel-19-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.dramatikerinnenfestival.at\/2018\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/df22_piece-for-drumset_c-rappel-19-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.dramatikerinnenfestival.at\/2018\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/df22_piece-for-drumset_c-rappel-19-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/blog.dramatikerinnenfestival.at\/2018\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/df22_piece-for-drumset_c-rappel-19-450x300.jpg 450w, https:\/\/blog.dramatikerinnenfestival.at\/2018\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/df22_piece-for-drumset_c-rappel-19.jpg 1772w\" sizes=\"(max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><figcaption>(c) Wolfgang Rappel<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In dem St\u00fcck \u201epiece for drumset and powerpoint\u201d nimmt Max Smirzitz die Zuschauenden mit auf eine Reise durch seine eigenen Gedanken. 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